FAQ

1. Wann sollte ich Proradix einsetzen?

Da man im Frühjahr nicht weiß, ob in der Saison ein Befall droht oder nicht, sollten Sie Proradix auf jeden Fall beim Legen einsetzen. Denn die Knollen können nach dem Legen nicht mehr behandelt werden.

Durch die starke Breitenwirkung von Proradix (wirkt gegen Silberschorf, Erwinia, Rhizoctonia, Stängel-Phytophthora und Schorf) lohnt sich der Einsatz mit Sicherheit, denn ein Jahr ohne jeglichen Befallsdruck gibt es nicht.

2. Was ist die geeignetste Applikationsmethode?

Am besten lösen Sie Proradix mit Hilfe des Proradix-Shakers und geben es anschließend in die entsprechende Wassermenge. Für die Flüssigbeizung gibt es zwei Applikationsmöglichkeiten:

Die Beizung beim Legen

  • Die Kartoffeln werden beim Legen mit der Legemaschine besprüht.
  • Die Düsen sollten so eingestellt sein, dass die Kartoffelknolle durch den Sprühnebel fällt (am besten sind zwei Düsen).
  • Es ist von Vorteil, nicht nur 60 Liter / ha zu verwenden, sondern ruhig 80 Liter oder mehr.

Die Beizung vor dem Legen

  • Mit einem MAFEX-Gerät erfolgt die Applikation sehr gleichmäßig, wenn sich die Kartoffeln während der Applikation drehen.
  • Darum sollte das MAFEX-Gerät nicht über einem Förderband platziert sein. Besser ist die Platzierung z. B. über einem Verlesetisch, auf dem sich die Knollen drehen.
  • Die Applikation beim Auslagern oder Sortieren kann 4-6 Wochen vor dem Pflanzen geschehen.

3. Wie lange kann ich die Kartoffeln vor dem Legen behandeln?

Mit einem ULV-Gerät können Sie die Kartoffeln 4-6 Wochen vor dem Legen beizen.

4. Wie setze ich die Behandlungsbrühe richtig an?

Am einfachsten setzen Sie die Behandlungsbrühe mit dem Proradix Shaker an:

  1. Beutel vor dem Öffnen kneten
  2. In den Shaker etwas Wasser (ca. 400 ml) füllen
  3. Bis zu 5 Beutel Proradix hinzugeben
  4. Shaker mit weiterem Wasser auffüllen
  5. Shaker schließen und dann gut schütteln
  6. Nach ca. 20 Minuten sollte sich Proradix klumpenfrei gelöst haben.

5. Was kann ich tun, wenn sich Klumpen gebildet haben?

Wenn sich doch einmal Klumpen bilden, hilft ein elektrischer Rührer (Mixer) am besten. Die Klumpen lösen sich allerdings nur unter starkem Rühren.

6. Wie lange darf die Behandlungsbrühe stehen bleiben?

Die Behandlungsbrühe sollten Sie innerhalb von 24 Stunden aufbrauchen.

7. Mit was kann ich Proradix mischen?

Proradix ist mit allen gängigen Fungiziden, Herbiciden und Düngern mischbar.
Insbesondere mit den chemischen Kartoffelbeizen Magnate, Moncut, Monceren, Ortiva und Risolex.

ABER: Proradix ist nicht mischbar mit Kupfer haltigen Präparaten!

8. Warum sollte ich Proradix kühl lagern?

Bei Proradix handelt es sich um ein lebendes Bakterium, das keine Überdauerungsstadien gegenüber Austrocknung und Nährstoffmangel bilden kann.

Deshalb gilt: Je kühler Proradix gelagert wird, umso länger kann es gelagert werden und umso höher ist seine Wirkungssicherheit.

9. Kann ich die Bakterien selbst „füttern“ und vermehren?

Nein, davon raten wir dringend ab!

Wenn die Behandlungsbrühe angesetzt ist und Nährstoffe zugesetzt werden, können nicht nur die Proradix-Bakterien wachsen, sondern auch andere, eventuell schädliche. Der Prozess ist nicht kontrollierbar.

Außerdem ist die Wirkstoffkonzentration in Proradix so gewählt, dass die Wirkung optimal ist.

10. Wie wirkt Proradix eigentlich?

Das Bakterium Pseudomonas sp. ist der Wirkstoff von Proradix. Der Begriff Proradix kommt aus dem lateinischen „pro radice“, was „für die Wurzel“ bedeutet. Und genau hier siedelt sich das Bodenbakterium nach Behandlung der Pflanze an.

Aufgrund verschiedener Wirkungsmechanismen sorgen die Bakterien für Schutz und optimale Wasser- und Nährstoffaufnahme.

Der verwendete Pseudomonas-Stamm:

  • aktiviert die pflanzeneigenen Abwehrmechanismen (Resistenzinduktion)
  • tritt in Konkurrenz zu bodenbürtigen Krankheitserregern um Wurzelausscheidungen und
    Lebensraum und setzt sich durch
  • produziert ein sehr potentes Eisen-Chelat (Siderophor)
  • bewirkt an der Wurzel eine Zellwandverstärkung
  • beeinflusst die Kommunikation von pflanzenpathogenen Bakterien

Dadurch kann sich ein gesundes und ausdifferenziertes Wurzelsystem bilden, das die Pflanze gleichmäßig wachsen lässt und ihre Widerstandskräfte stärkt.

Mehr Info zu Proradix und Silberschorf

www.silberschorf.de

Mehr Info zu Proradix und Stängel-Phytophthora

www.phytophthora80.de

Mehr Info zu Proradix und Erwinia

www.erwinia42.de

Mehr Info zu Proradix und Schorf

www.schorf55.de

Mehr Info zu Proradix und Rhizoctonia

www.rhizoctonia.de